Digitalisierungsaktivitäten in mittelständischen Unternehmen

„Corona-Pandemie löst Digitalisierungsschub aus, die Digitalisierung wird aber nicht zu einem Selbstläufer.“ So lautet die Kernaussage des neuen Digitalisierungsbericht Mittelstand 2021 von KfW Research, dem volkswirtschaftlichen Kompetenzzentrum der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Bericht dokumentiert die Digitalisierungsaktivitäten seit Beginn der Corona-Pandemie.

Das Bild ist gemischt: Bis zum Herbst 2021 haben 35 Prozent der 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland ihre Digitalisierungsaktivitäten ausgeweitet, fast ebenso viele ihre Aktivitäten beibehalten. Allerdings führt jeder vierte Mittelständler (25 Prozent) keine Digitalisierungsaktivitäten durch. Und 6 Prozent haben ihre Aktivitäten gedrosselt. Eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie rechnet ein großer Teil der Unternehmen damit, dass sich ihre Kunden verstärkt digitalen Angeboten zuwenden. 30 Prozent halten dies für wahrscheinlich, 33 Prozent für teils wahrscheinlich. Vor allem Unternehmen, die eine Abwanderung befürchten, investieren in digitale Lösungen. Vorreiter bei der Digitalisierung sind nach wie vor große Unternehmen. Laut KfW Research gilt die Digitalisierung als zentraler Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerisches Wachstum. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sei sie Hoffnungsträger für ein Wiederansteigen der seit Jahren in vielen Industrieländern rückläufigen Produktivitätsraten. Der Bericht basiert auf dem KfW-Mittelstandspanel. Dies wird seit 2003 als schriftliche Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro im Jahr durchgeführt.