Richtig Heizen: So können Bewohner Ressourcen sparen und die Gebäudesubstanz schonen

Es wird kälter und die Heizungen werden aus dem Sommerbetrieb genommen. Seit dem 01. Oktober läuft die Heizperiode. Beim Heizen kann viel falsch gemacht werden, unnötig hohe Verbräuche oder Schimmelbefall können die Folge sein. Es gibt nützliche Handlungshinweise, die das Heizen effizienter gestalten können.

Nicht wenige Bewohner heizen nach gut dünken und drehen beispielsweise die Heizung bei gekipptem Fenster auf Vollbetrieb. Es erweist sich für Immobilienverwalter daher als hilfreich, den Bewohnern einen Leitfaden zukommen zu lassen oder ihn noch einfacher in Gebäuden für alle Bewohner freizugänglich (bspw. am schwarzen Brett) zu Beginn der kalten Jahreszeit auszuhängen. Richtiges Heizen spart Geld, schont die Gebäudesubstanz und das Klima.

Sieben hilfreiche Tipps für Bewohner:

  • Besonders zum Start der neuen Heizsaison: Heizkörper entlüften! Wenn ein Heizkörper seltsame Geräusche von sich gibt oder es laut gluckert, wird er auch meistens nicht mehr richtig warm, da sich dann oft noch Luft im Heizkörper befindet. Das Entlüften des Heizkörpers verhindert, dass sich die Heizleistung reduziert und somit die Verbrauchserfassung fehlerhaft werden kann.
  • Oft werden Räume überheizt. Eine Verringerung der Raumtemperatur kann Heizkosten um 6 Prozent senken. Lieber statt T-Shirt einen leichten Pulli tragen, dann muss die Heizung nicht auf höchster Stufe laufen.
  • Stoßlüften: Wenn möglich, gegenüberliegenden Fenster mehrmals täglich für kurze Zeit voll öffnen! Dauerhaft gekippte Fenster sorgen kaum für Luftaustausch, sondern kühlen nur die Wände aus – und begünstigen zudem die Entstehung von Schimmelpilzen.
  • Heizkörper im Winter nicht mit langen Vorhängen oder Möbeln verdecken, da es sonst zu einem Wärmestau kommt. Die Wärmeabgabe in den Raum reduziert sich. Die gestaute Wärme kann unter bestimmten Umständen auch zu einer erhöhten Verbrauchsanzeige führen.
  • Abends die Rollläden runterlassen: Dadurch werden die Räume zusätzlich isoliert und verlieren weniger Wärme über Nacht.
  • Auch sollten abends die Thermostatventile niedriger eingestellt sein! Lediglich in Nutzungszeiten ist eine Vollbeheizung möglicherweise sinnvoll. Elektronische Thermostatventile übernehmen die Temperatursenkung bei entsprechender Einstellung automatisch.
  • Bei längerer Abwesenheit, wie beispielsweise bei einem Urlaub, sollte man Räume nie gänzlich auskühlen lassen! Mögliche Frostschäden können dadurch folgen. Auch ist der Energieverbrauch zur Wiederaufheizung sehr hoch.

Mit diesen Anweisungen können Bewohner ein gutes Heizverhalten umsetzen. Und dabei profitieren beide Seiten: Bewohner sparen bares Geld. Verwalter und Vermieter wissen die Gebäudesubstanz geschützt. Auch darf nicht vergessen werden, dass energieeffizientes Heizen für einen klimafreundlichen Gebäudesektor essenziell ist. Helfen Sie Ihren Bewohnern, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen.